--------------- Finanzierung ---------------

Die wichtigste Voraussetzung für eine Finanzierung mit Fremdkapital, ist das Ertragspotential der geplanten Investition.

Die Menge an Sonnenenergie, die auf die Erde auftrifft, ist enorm.
In einer einzigen Stunde fängt die Erde einen Energiestrom ab, der dem jährlichen Weltenergieverbrauch entspricht. Deutschland fängt jährlich so viel Sonnenenergie ab, dass mit dieser Menge das rund 700-fache unseres jährlichen Stromverbrauchs und fast das 80-fache unseres gesamten Energieverbrauchs im Jahr abgedeckt werden könnte. Die Energiemenge, die hiervon ein Solarmodul erzeugt, hängt von drei Faktoren ab: der Fläche des Moduls, der Leistung des Moduls und der Sonneneinstrahlung.

Besser vorstellen kann man sich das anhand eines Beispiels:
10 kWp Hausanlage für den privaten Investor im 2. Quartal 2009

---------------------------------------------------------------------------------------

Kostenposition Kosten in € gesamt

Planungsleistung 1.000 €
Modul 25.000 €
Montagegestell 2.000 €
Kabel und Stecker 700 €
Zählerschrank + Anschluss HA 800 €
Montage 2.500 €
Wechselrichter 2.600 €

Summe: ca. 34.600 €

-------------------------------------------------------------------------------------

Sie finanzieren in Summe 34.600 € netto. Bei einem Ertrag von 1.000 kWh pro kWp haben Sie 10.000 kWh im Jahr, für die eine Einspeisevergütung von 4.300 € im Jahr gezahlt werden. Bei einer Standardfinanzierung und einem Zinssatz von 4,5 % bezahlen Sie im Monat eine Rate von 296 €. Ihre Vergütung bringt Ihnen im Monat 358 €. Für ca. 150 € im Jahr müssen Sie die Anlage versichern. Sie erreichen, dass Ihre Anlage nach 10 Jahren bezahlt ist. Eine steuerliche Betrachtung ist nicht erfolgt und bleibt dem Steuerberater überlassen.

Die meisten Angebote der Solarteure weichen bei Kleinanlagen von 10 kWp erheblich von unserer Beispielberechnung nach oben ab, weil der Solarteur über einen Großhändler einkauft und erhebliche Materialaufschläge bezahlt und / oder verkauft.

Ertrag
Um eine klare Aussage über die Leistung eines Solarmoduls machen zu können, wird bei der Berechnung von der maximalen Nennleistung des Moduls ausgegangen. Das ist die maximale elektrische Leistung, die ein Solarmodul bei einer bestimmten Sonneneinstrahlung, bei festgelegten Bedingungen erzeugen kann.

Diese Leistung wird in Watt-Peak (Wp) ausgedrückt. Gängige Solarmodule haben eine maximale Nennleistung von 80 - 260 Wp.
In Deutschland erzeugt eine unabhängige Solaranlage mit einer Fläche von 4 m², abhängig von der Modulleistung, ca. 200 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

Eine Solaranlage mit Netzanschluss derselben Größe liefert in Deutschland ca. 400 kWh pro Jahr. Die Nutzung einer ans Netz angeschlossenen Solaranlage mit einer Fläche von 4 m² entspricht ca. 10% des durchschnittlichen Stromverbrauchs in einem Haushalt.

Die unterschiedlichen Erträge erklären sich dadurch, dass bei einer unabhängigen Anlage Akkus/Solar-Batterien verwendet werden. Wenn diese Akkus/Solar-Batterien voll sind, werden die Solarmodule abgeschaltet, so dass das Sonnenlicht nicht mehr in Strom umgewandelt wird.

Die Leistung eines Solarmoduls hängt zudem von dem Neigungswinkel und der Ausrichtung (Himmelsrichtung) des Solarmoduls ab. Welcher Neigungswinkel für eine Solaranlage optimal ist, hängt von der Anwendung und dem Standort ab. Die Module einer autarken Anlage, die den größten Energiebedarf im Winter hat, sollten am besten im "Winterstand" stehen,das heißt in einem Winkel von ungefähr 70 Grad nach Süden ausgerichtet, da die Sonne im Winter ja tiefer steht. In Deutschland wird der maximale Jahresertrag erzielt, wenn das Modul direkt nach Süden in einem Winkel von ca. 30 Grad ausgerichtet ist.

Nun hat natürlich nicht jeder ein unmittelbar nach Süden gerichtetes Dach, auf dem die Module angebracht werden können.
Das muss aber kein Problem darstellen. Es kommt nämlich darauf an, bei bestmöglicher Ausrichtung einen möglichst optimalen Neigungswinkel zu erhalten.

Diesen optimalen Neigungswinkel können Sie nachstehendem Einstrahlungsdiagramm entnehmen. Bei einer Ausrichtung zwischen Südosten und Südwesten lässt sich immer eine Dachschräge finden, bei der die jährliche Sonneneinstrahlung rund 95% der maximalen Einstrahlung beträgt. Zeigt das Dach nach Osten oder Westen, dann können mit einer Dachschräge von 20 Grad immer noch 80% bis 85% vom Maximalwert erzielt werden.

zonnepanel

 

Das Einstrahlungsdiagramm zeigt die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung bei verschiedenen festen Neigungswinkeln
und Ausrichtungen, ausgedrückt in Prozenten von der maximalen Einstrahlung.

So ist beispielsweise abzulesen, dass die Einstrahlung auf einem Flachdach (dem Mittelpunkt des Kreises) ungefähr 85% von der maximalen Einstrahlung beträgt.

Die Jahressumme der Globalstrahlung liegt in Deutschland zwischen 900 und 1.200 kWh pro m² und Jahr auf eine horizontale Fläche, das entspricht im Durchschnitt ca. 100 bis 135 W/m².

In Spanien beträgt die Globalstrahlung etwa 2.000 kWh/(m² · a) (230 W/m²), in der Sahara 2.500 kWh/(m² · a) (285 W/m²).

Globalstrahlungskarten Weltweit

Globalstrahlungskarte von Deutschland